Photosynthese: lichtabhängige und lichtunabhängige Reaktion

  • Klasse 9/10
  • Oberstufe
  • ca. 10 Minuten

Woher das Holz eines Baums kommt, wo die Photosynthese abläuft, wie lichtabhängige Reaktion und Calvin-Zyklus zusammenarbeiten und mit welchen Versuchen man das herausgefunden hat.

Das Wichtigste in drei Sätzen

  1. Bei der Photosynthese baut die Pflanze aus Kohlenstoffdioxid und Wasser mit Lichtenergie Glucose. Dabei entsteht Sauerstoff.

  2. Der Sauerstoff der Photosynthese stammt aus dem Wasser, das in der Photolyse gespalten wird. Das CO₂ liefert den Kohlenstoff für den Zucker.

  3. Die lichtabhängige Reaktion in der Thylakoidmembran liefert ATP und NADPH. Damit baut der Calvin-Zyklus im Stroma aus CO₂ Zucker.

Grundlagen

Granum Thylakoid Stroma Palisaden-zelle Chloroplast

Wo die Photosynthese abläuft

Im Blatt liegen oben die Palisadenzellen, damit sie viel Licht abbekommen. Unten sitzen meist die Spaltöffnungen, winzige Poren zwischen zwei Schließzellen. Durch sie strömt CO₂ hinein, Sauerstoff und Wasserdampf strömen hinaus. Eine einzige Palisadenzelle enthält Dutzende Chloroplasten, die Orte der Photosynthese.

Thylakoid
flaches Membransäckchen im Chloroplasten, in seiner Membran sitzt das Chlorophyll
Granum
ein Stapel aus Thylakoiden, gestapelt wie Münzen
Stroma
die Flüssigkeit um die Thylakoide herum
Lichtenergie CO2 H2O Glucose O2

Die Gleichung

Aus der Glucose baut die Pflanze Stärke und Zellulose, den Hauptbaustoff von Holz.

  1. Wortgleichung Kohlenstoffdioxid + Wasser → Glucose + Sauerstoff
  2. Summengleichung 6 CO₂ + 6 H₂O → C₆H₁₂O₆ + 6 O₂
  3. Über dem Pfeil Lichtenergie und Chlorophyll, der grüne Blattfarbstoff. Licht ist kein Stoff und deshalb kein Summand.
  4. Oberstufe 6 CO₂ + 12 H₂O → C₆H₁₂O₆ + 6 O₂ + 6 H₂O. So stammen alle zwölf O-Atome des O₂ aus dem Wasser.

Der Ablauf: zwei Reaktionen in sechs Schritten

  1. Licht e−

    Anregung

    Lichtabhängige Reaktion

    In der Thylakoidmembran sitzt das Chlorophyll.

    Trifft Licht darauf, nimmt es die Energie auf und gibt energiereiche Elektronen ab.

    Erkennst du an Licht trifft auf Chlorophyll.

  2. H2O O2 H+

    Photolyse

    Lichtabhängige Reaktion

    Wasser wird gespalten, in Protonen, Elektronen und Sauerstoff. Die Elektronen ersetzen die fehlenden im Chlorophyll.

    Das O₂ entweicht durch die Spaltöffnungen.

    Erkennst du an Aus H₂O entsteht O₂.

  3. NADPH ATP

    ATP, NADPH

    Lichtabhängige Reaktion

    Die Elektronen wandern über eine Transportkette, werden erneut von Licht angeregt und machen NADP⁺ zu NADPH.

    Im Thylakoid gesammelte Protonen strömen durch die ATP-Synthase ins Stroma, dabei entsteht ATP.

    Erkennst du an NADPH und ATP entstehen.

  4. CO2

    Fixierung

    Calvin-Zyklus im Stroma

    Das Enzym Rubisco hängt CO₂ an einen Zucker mit fünf Kohlenstoffatomen.

    Es entstehen zwei Moleküle mit je drei Kohlenstoffatomen.

    Erkennst du an CO₂ wird eingebaut.

  5. +ATPNADPH ADPNADP+

    Reduktion

    Calvin-Zyklus im Stroma

    Mit ATP und NADPH entstehen daraus energiereiche Dreier-Zucker.

    Übrig bleiben ADP und NADP⁺. Sie werden an der Thylakoidmembran neu beladen.

    Erkennst du an ATP und NADPH werden verbraucht.

  6. ATP Glucose

    Regeneration

    Calvin-Zyklus im Stroma

    Die meisten Dreier-Zucker bauen mit ATP den Fünfer-Zucker wieder auf.

    Aus dem Rest entsteht Glucose.

    Erkennst du an Der Fünfer-Zucker entsteht neu.

Für ein Glucose-Molekül läuft der Calvin-Zyklus sechsmal.

Schematisch, nicht maßstäblich

Wie man die Photosynthese entdeckt hat

  • Minze erneuert die Luft

    Weide und Glasglocke

    Van Helmont goss eine Weide fünf Jahre nur mit Wasser. Sie wuchs von fünf auf über 160 Pfund, die Erde blieb fast gleich schwer. Priestley zeigte: Ein Minzzweig unter einer Glasglocke erneuert die Luft. Ingenhousz fand, dass das nur im Licht und nur mit grünen Pflanzenteilen klappt.

  • BlauGrünRot Bakterien bei Rot und Blau

    Engelmann, 1882

    Engelmann warf mit einem Prisma die Farben des Lichts auf einen Grünalgenfaden. Bakterien, die Sauerstoff brauchen, sammelten sich im roten und im blauen Licht, im grünen kaum. Ihre Verteilung zeigt das Wirkungsspektrum. Blätter sehen grün aus, weil Chlorophyll grünes Licht am schlechtesten aufnimmt.

Drei typische Fehler

Im Video ab 0:00 (auf YouTube ab 0:00, neuer Tab), Kapitel „Einstieg“.

  1. Falsch

    „Das Holz eines Baums kommt aus dem Boden.“

    Richtig

    Das Holz stammt zum größten Teil aus der Luft. Aus CO₂ baut die Pflanze Glucose und daraus Zellulose, den Hauptbaustoff von Holz.

  2. Falsch

    „Der Sauerstoff aus der Photosynthese stammt aus dem CO₂.“

    Richtig

    Der Sauerstoff stammt aus dem Wasser, das in der Photolyse gespalten wird. Das CO₂ liefert den Kohlenstoff für den Zucker.

  3. Falsch

    „Die Dunkelreaktion läuft nachts.“

    Richtig

    Der Calvin-Zyklus braucht kein Licht direkt, aber ständig ATP und NADPH aus der lichtabhängigen Reaktion. Deshalb läuft er praktisch nur am Tag.

Quiz: sechs Fragen zum Thema Photosynthese

Sofort ausgewertet, ohne Anmeldung. Es werden keine Daten gesendet. Die falschen Antworten sind genau die Fehler aus dem Video.

  1. Woraus baut ein Baum den größten Teil seines Holzes auf?

  2. Woher stammt der Sauerstoff, den eine Pflanze bei der Photosynthese abgibt?

  3. Wo läuft der Calvin-Zyklus ab?

  4. Was stimmt über den Calvin-Zyklus, die frühere „Dunkelreaktion“?

  5. Welche Summengleichung der Photosynthese ist richtig?

  6. In welchem Licht sammelten sich in Engelmanns Versuch die meisten Bakterien?

Prüfungsaufgaben

Erst selbst lösen, dann die Lösung aufklappen.

Klasse 9

Stelle die Summengleichung der Photosynthese auf und gib an, woher der Sauerstoff stammt.

Lösung anzeigenLösung ausblenden

Musterlösung in zwei Teilen

  1. Gleichung: 6 CO₂ + 6 H₂O → C₆H₁₂O₆ + 6 O₂, über dem Pfeil Lichtenergie und Chlorophyll.
  2. Herkunft: Der Sauerstoff stammt aus dem Wasser, nicht aus dem CO₂.

Oberstufe

Erläutere, warum der Calvin-Zyklus im Dunkeln nach kurzer Zeit zum Erliegen kommt.

erläutern
Du stellst einen Sachverhalt anschaulich dar und machst ihn mit zusätzlichen Infos verständlich.
Lösung anzeigenLösung ausblenden

Musterlösung in drei Teilen

  1. Bedarf: Die Reduktion im Calvin-Zyklus braucht ATP und NADPH, die Regeneration braucht ATP.
  2. Herkunft: Beides liefert nur die lichtabhängige Reaktion. Im Dunkeln wird kein Chlorophyll angeregt, also gibt es keine Photolyse und keinen Nachschub. Außerdem werden manche Enzyme des Zyklus nur im Licht aktiv.
  3. Folge: Die Vorräte sind schnell verbraucht, und der Fünfer-Zucker wird nicht mehr regeneriert. Dann kann Rubisco kein CO₂ mehr fixieren, und der Zyklus steht.

Merkblatt zum Ausdrucken

Zwei Seiten: alle Reaktionen mit Bildern, typische Fehler, Prüfungsaufgaben mit Lösung

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Transkript

Einstieg (0:00)

Ein großer Baum wiegt mehrere Tonnen. Und jetzt die Frage, an der fast jeder hängen bleibt: Woher kommt das ganze Holz? Aus dem Boden? Liegt nahe. Die Wurzeln stecken ja in der Erde.

Falsch. Das Holz stammt zum größten Teil aus der Luft. Wie das geht, ist die Photosynthese. In den nächsten neun Minuten verstehst du ihre zwei Reaktionen, erfährst, mit welchen Versuchen man das herausgefunden hat, und löst zwei Prüfungsaufgaben. Käme alles aus dem Boden, hätte jeder alte Wald ein ziemlich tiefes Loch unter sich.

Zurück zum Holz, in vier Schritten. Erstens: was die Pflanze dafür braucht und wo genau es passiert. Zweitens: die zwei Reaktionen. Drittens: wie Forscher der Photosynthese auf die Spur gekommen sind. Viertens: die Prüfungsaufgaben.

Grundlagen (0:53)

Aus der Luft also. Aber wie wird aus einem Gas ein Baumstamm? Die Pflanze nimmt Kohlenstoffdioxid auf, kurz C-O-zwei, und Wasser aus dem Boden. Mit der Energie des Lichts baut sie daraus Traubenzucker, also Glucose. Übrig bleibt Sauerstoff. Als Wortgleichung: Kohlenstoffdioxid plus Wasser ergibt Glucose plus Sauerstoff.

Und mit Formeln: Sechs C-O-zwei plus sechs H-zwei-O ergibt C-sechs-H-zwölf-O-sechs plus sechs O-zwei. Über den Pfeil schreibst du Lichtenergie und Chlorophyll, den grünen Blattfarbstoff. Aus der Glucose baut die Pflanze Stärke und Zellulose, den Hauptbaustoff von Holz. Funfact: Etwa die Hälfte des Sauerstoffs auf der Erde entsteht im Plankton der Meere.

Bleiben wir aber bei unserem Baum. Wo passiert das? Im Querschnitt eines Blatts liegen oben die Palisadenzellen, damit sie viel Licht abbekommen. Unten sitzen meist die Spaltöffnungen, winzige Poren zwischen zwei Schließzellen. Durch sie strömt C-O-zwei hinein, Sauerstoff und Wasserdampf hinaus.

Und jetzt hinein in eine Palisadenzelle. Diese grünen Körnchen sind die Chloroplasten, die Orte der Photosynthese. Eine einzige Zelle hat Dutzende davon.

Halt, halt. Der gehört dem Baum.

Das ist Elysia chlorotica, eine Meeresschnecke. Sie frisst Algen und behält deren Chloroplasten monatelang in ihren eigenen Zellen. Eine Schnecke mit Solardach. Ob sie davon satt wird, ist umstritten. Schauen wir mal, was sie da geklaut hat.

Innen ist so ein Chloroplast erstaunlich ordentlich: flache Membransäckchen, die Thylakoide, oft gestapelt wie Münzen. Ein Stapel heißt Granum. Um sie herum ist eine Flüssigkeit, das Stroma. Diese zwei Orte brauchst du gleich.

Merksatz: Die Photosynthese findet in den Chloroplasten statt. Aus C-O-zwei und Wasser wird mit Lichtenergie Glucose, dabei entsteht Sauerstoff.

Zwei Reaktionen (3:01)

Im Chloroplasten teilen sich Thylakoid und Stroma die Arbeit. In der Thylakoidmembran läuft die lichtabhängige Reaktion, im Stroma die lichtunabhängige Reaktion, der Calvin-Zyklus. Die erste fängt die Energie des Lichts ein. Die zweite baut damit Zucker.

Fangen wir beim Licht an. In der Thylakoidmembran sitzt das Chlorophyll. Trifft Licht darauf, nimmt es die Energie auf und gibt energiereiche Elektronen ab. Aber dann fehlen ihm Elektronen. Woher bekommt es Ersatz?

Aus dem Wasser. Wassermoleküle werden gespalten, in Protonen, Elektronen und Sauerstoff. Das ist die Photolyse. Je zwei Sauerstoffatome verbinden sich zu einem O-zwei, und das perlt hinaus. Durchs Stroma, aus der Zelle, durch die Spaltöffnung ins Freie. Der Sauerstoff, den du atmest, war vorher Wasser.

Viele glauben, er käme aus dem C-O-zwei. Das liefert aber den Kohlenstoff für den Zucker. Deshalb schreibt man in der Oberstufe oft zwölf H-zwei-O links und sechs H-zwei-O rechts. Nur so reicht das Wasser für alle zwölf Sauerstoffatome.

Und die energiereichen Elektronen vom Chlorophyll? Sie wandern über eine Elektronentransportkette, werden ein zweites Mal von Licht angeregt und landen auf einem Transportmolekül: Aus N-A-D-P-plus wird N-A-D-P-H. Dabei sammeln sich Protonen im Innenraum des Thylakoids. Strömen sie durch die A-T-P-Synthase zurück ins Stroma, entsteht A-T-P.

Merksatz: Die lichtabhängige Reaktion speichert die Energie des Lichts in A-T-P und N-A-D-P-H. Der Sauerstoff ist nur ein Nebenprodukt. Und beide wandern ins Stroma.

Dort läuft der Calvin-Zyklus, ein Kreislauf in drei Schritten. Fixierung: Das Enzym Rubisco hängt C-O-zwei an einen Fünfer-Zucker, es entstehen zwei Dreier-Moleküle. Reduktion: Mit A-T-P und N-A-D-P-H entstehen daraus energiereiche Dreier-Zucker. Regeneration: Die meisten davon bauen den Fünfer-Zucker wieder auf, aus dem Rest entsteht Glucose. Für ein Glucose-Molekül läuft der Kreis sechsmal.

Diesen Kreis nannte man früher Dunkelreaktion. Klingt, als würde die Pflanze nachts heimlich Zucker backen. Tut sie aber nicht. Er braucht zwar kein Licht direkt, aber ständig A-T-P und N-A-D-P-H aus der lichtabhängigen Reaktion. Deshalb läuft er praktisch nur am Tag.

Merksatz: Der Calvin-Zyklus baut aus C-O-zwei Zucker und verbraucht dabei A-T-P und N-A-D-P-H. Übrig bleiben A-D-P und N-A-D-P-plus. Sie wandern zurück zur Membran und werden neu beladen. Zwei Reaktionen, ein Kreislauf.

Und jetzt zurück nach draußen. Im Thylakoid wird mit Lichtenergie Wasser gespalten, Sauerstoff entsteht, dazu A-T-P und N-A-D-P-H. Im Stroma baut der Calvin-Zyklus aus C-O-zwei Zucker. Einen Teil davon veratmet die Pflanze selbst, Tag und Nacht. Den Rest verbaut sie zu Stärke, zu Zellulose, zu Holz.

Entdeckung (6:15)

Holz aus Luft. Vor fast vierhundert Jahren stellte sich van Helmont genau unsere Baum-Frage. Er pflanzte eine Weide in einen Topf mit abgewogener Erde und goss sie fünf Jahre lang nur mit Wasser. Die Weide wuchs von fünf auf über hundertsechzig Pfund. Die Erde war fast gleich schwer geblieben. Sein Schluss: Alles kommt aus dem Wasser. Nur teilweise richtig. Die Luft hatte er übersehen.

Erst über hundert Jahre später kam die Luft ins Spiel. Priestley ließ eine Kerze unter einer Glasglocke ausgehen. Mit einem Minzzweig darunter brannte nach zehn Tagen wieder eine Kerze. Die Pflanze hatte die Luft erneuert. Ingenhousz zeigte dann: Das klappt nur im Licht, und nur mit grünen Pflanzenteilen.

Bleibt die Frage: Welches Licht genau? Das klärte Engelmann achtzehnhundertzweiundachtzig mit einem genialen Versuch. Er legte einen Grünalgenfaden unter das Mikroskop und warf mit einem Prisma die Farben des Lichts darauf. Dazu gab er Bakterien, die Sauerstoff brauchen. Sie sammeln sich dort, wo viel Sauerstoff entsteht.

Das Ergebnis: Die Bakterien drängen sich im roten und im blauen Licht. Im grünen kaum. Wie in der Mensa, wenn es Pommes gibt. Chlorophyll nimmt grünes Licht am schlechtesten auf, mehr davon wird zurückgeworfen. Deshalb sehen Blätter grün aus.

Merksatz: Rotes und blaues Licht treiben die Photosynthese am stärksten an, grünes weniger. Diese Kurve heißt Wirkungsspektrum.

Prüfung (7:47)

Weide, Kerze, Bakterien. Jetzt bist du dran. Aufgabe eins, Niveau Klasse neun: Stelle die Summengleichung der Photosynthese auf und gib an, woher der Sauerstoff stammt. Drück Pause. Ich tanke solange Licht. Bringt nichts. Kein Chlorophyll.

Die Lösung: Sechs C-O-zwei plus sechs H-zwei-O ergibt mit Lichtenergie und Chlorophyll C-sechs-H-zwölf-O-sechs plus sechs O-zwei. Und der Sauerstoff stammt aus dem Wasser, nicht aus dem C-O-zwei. Am zweiten Teil scheitern viele.

Eine Stufe schwerer. Aufgabe zwei, Niveau Oberstufe: „Erläutern Sie, warum der Calvin-Zyklus im Dunkeln nach kurzer Zeit zum Erliegen kommt.“ Erläutern heißt: einen Sachverhalt mit zusätzlichen Infos verständlich machen. Drück Pause und formuliere.

Volle Punkte gibt es für drei Teile. Erstens: Die Reduktion im Calvin-Zyklus braucht A-T-P und N-A-D-P-H, die Regeneration A-T-P. Zweitens: Beides liefert nur die lichtabhängige Reaktion. Im Dunkeln wird kein Chlorophyll angeregt, also gibt es keine Photolyse und keinen Nachschub. Und manche Enzyme des Zyklus werden nur im Licht aktiv. Drittens: Die Vorräte sind schnell verbraucht, und der Fünfer-Zucker wird nicht mehr regeneriert. Dann kann Rubisco kein C-O-zwei mehr fixieren, und der Zyklus steht.

Merk dir drei Dinge (9:21)

Das war die Photosynthese. Merk dir drei Dinge. Erstens: Aus C-O-zwei und Wasser werden mit Lichtenergie Glucose und Sauerstoff. Zweitens: Der Sauerstoff stammt aus dem Wasser, nicht aus dem C-O-zwei. Drittens: Die lichtabhängige Reaktion liefert A-T-P und N-A-D-P-H, der Calvin-Zyklus baut damit Zucker. Das Quiz und den Lernzettel zu diesem Video findest du kostenlos auf achtmalklug punkt de. Genau wie dein Sauerstoff. Der Baum schickt dir auch keine Rechnung. Bleib neugierig.

Quellen und Korrekturen
  • OpenStax Biology 2e, Kapitel 8.2 und 8.3 (Lichtreaktionen, Z-Schema, Calvin-Zyklus)
  • NOAA Ocean Service, „How much oxygen comes from the ocean?“
  • Field, Behrenfeld, Randerson, Falkowski (1998), Science 281: 237–240 (Primärproduktion der Biosphäre)
  • Rumpho u. a. (2008), PNAS 105: 17867–17871 (Elysia chlorotica)
  • Christa u. a. (2014); Cartaxana u. a. (2017), Proc. R. Soc. B 281: 20132493; Sci. Rep. 7: 7714 (Ernährung durch Kleptoplasten)
  • van Helmont: Ortus medicinae (1648), Weidenversuch, nach Encyclopedia.com und Lawrence Hall of Science
  • Priestley: Experiments and Observations on Different Kinds of Air, Project Gutenberg Nr. 29734 (Minzzweig, 1771)
  • Ingenhousz (1779): Experiments upon Vegetables, Licht nötig, nur grüne Teile; Encyclopaedia Britannica
  • Engelmann (1882), Botanische Zeitung 40, 419 ff. (Bakterienmethode, Wirkungsspektrum)
  • Lemaire u. a. (2013); Howard u. a. (2008), Front. Plant Sci. 4: 470; PNAS (Lichtaktivierung von Calvin-Enzymen)
  • Liu, van Iersel (2021); Terashima u. a. (2009), Front. Plant Sci. 12: 619987; Plant Cell Physiol. 50: 684–697 (Wirkung von grünem Licht)
  • Ruben, Randall, Kamen, Hyde (1941), JACS 63: 877–879 (Herkunft des Sauerstoffs, ¹⁸O)
  • Kattmann: Schüler besser verstehen (2015), Schülervorstellungen zur Pflanzenmasse
  • Fengel, Wegener: Wood (1984), Zellulose als Hauptbestandteil von Holz
  • KMK: Bildungsstandards Biologie Allgemeine Hochschulreife (2020); Kernlehrplan Biologie NRW, Inhalte Photosynthese, Operatoren
  • IQB/KMK: Grundstock von Operatoren (2022), Eintrag „erläutern“
  • Hessisches Kultusministerium: Landesabitur 2025, Operatoren Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Physik (Eintrag „erläutern“)
  • Faktencheck, unabhängige Prüfdurchläufe am 18.10.2026 (Skript und Bild) und 19.10.2026 (Material)

Faktencheck vom 18.10.2026.

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